Eine Investition in Sicherheit, Versorgung und die Zukunft von Aadorf
Am 27. September 2026 stimmt Aadorf über einen Baukredit von 18,9 Millionen Franken für ein neues gemeinsames Gebäude von Feuerwehr und EW Aadorf ab.
Für die SP Aadorf ist klar: Wir empfehlen ein Ja.
Der Handlungsbedarf ist aus unserer Sicht unbestritten. Die heutige Infrastruktur an der Schulstrasse ist zu klein, verschiedene gesetzliche Anforderungen können nicht mehr eingehalten werden und die Lage der Feuerwehr direkt beim Schulhaus ist im Einsatzfall problematisch. Eine Totalsanierung würde rund 8 Millionen Franken kosten. Die grundlegenden Platzprobleme wären damit jedoch nicht gelöst. Deshalb ist für uns ein Neubau die langfristig sinnvollere Lösung.
Drei gute Gründe für ein Ja
- Mehr Sicherheit
Am neuen Standort an der Wittenwilerstrasse erhält die Feuerwehr eine sichere und direkte Ausfahrt. Die Infrastruktur entspricht den heutigen Anforderungen und verbessert die Voraussetzungen für schnelle und zuverlässige Einsätze.
- Sinnvolle gemeinsame Nutzung
Feuerwehr und EW arbeiten insbesondere in Notlagen eng zusammen. Im neuen Gebäude können zudem Räume und technische Infrastruktur gemeinsam genutzt werden. Der Anteil des EW am Gebäude beträgt 55 Prozent. Das erscheint auf den ersten Blick hoch. Zum EW gehören jedoch nicht nur der Strombereich, sondern auch Wasser, Netzbau und Installation. Entsprechend müssen Personal, Fahrzeuge und Material untergebracht werden.
- Eine langfristige Lösung
Der Neubau schafft genügend Raum für die heutigen Anforderungen und Reserven für die Zukunft. Ein Teil dieser Reserveflächen könnte später auch dem Werkhof zur Verfügung stehen. Das vorliegende Projekt wurde im Planungsprozess optimiert und auf das Kostendach von 18,9 Millionen Franken ausgerichtet. Das Kostendach liegt bei 18,9 Millionen Franken inklusive Reserve und Projektierungskredit.
Die finanziellen Risiken nehmen wir ernst
Auch für uns gibt es Punkte, die kritisch im Auge behalten werden müssen. Die Baukostenreserve beträgt lediglich 5 Prozent und ist damit eher knapp bemessen. Zudem ist der in der Finanzierung berücksichtigte mögliche Verkaufserlös von 2,8 Millionen Franken für die heutige Liegenschaft an der Schulstrasse noch nicht gesichert.
Die Gemeinde wird für den Feuerwehranteil voraussichtlich zusätzliche Schulden von rund 3 Millionen Franken aufnehmen müssen. Gemäss Abstimmungsbotschaft ist dafür keine Steuerfusserhöhung notwendig. Angesichts dieser Investition und weiterer anstehender Projekte halten wir eine kurzfristige Senkung des Steuerfusses für sorgfältig abzuwägen.
Nach Abwägung klar für den Neubau
Die finanziellen Unsicherheiten wollen wir nicht kleinreden. Entscheidend ist für uns jedoch die Frage, welche Alternative sinnvoller ist. Eine Sanierung des heutigen Standorts würde viel Geld kosten und trotzdem weder die Platzprobleme noch die schwierige Situation für die Feuerwehr im Zentrum nachhaltig lösen. Der gemeinsame Neubau von Feuerwehr und EW löst diese Probleme tatsächlich, ermöglicht eine sinnvolle gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und schafft eine langfristige Lösung für zwei zentrale Aufgaben unserer Gemeinde.
Nach Abwägung der Chancen und Risiken kommen wir deshalb klar zum Schluss: Der Neubau ist die sinnvollere Investition. Darum empfehlen wir, am 27. September 2026 Ja zum Baukredit für das neue Feuerwehr- und EW-Gebäude zu stimmen.
Pressemitteilung der SP Aadorf und Grüne Lützelmurg vom 30.08.2026.
